Kanada(12) British Columbia (BC)….. und dort vor allem der Süden

nach den beiden Nationalparks Banff und Jasper sind wir in die Provinz British Columbia (BC) gefahren, und dort, ganz runter in den Süden. Hier, teilweise nur 5 Kilometer von der Grenze zur USA entfernt zwischen Vancouver und Calgary gelegen, hat uns diese Gegend so gut gefallen, dass wir einige Tage länger geblieben sind als geplant. Ursprünglich wollten wir schon längst Richtung Norden unterwegs sein, aber hier ist es einfach toll.  Keine Kolonnen von fotografierenden Asiaten und somit kein Bus- Tourismus, eine Mischung aus Einsamkeit, freundlichen Menschen, toller Landschaft mit hohen Bergen und breiten Flüssen und vor allem „Weinanbaugebiet“, eines der bedeutensten von Canada, da musste ich natürlich hin.

Was uns hier auffällt ist, dass in einigen Städten, z.B. in Grand Forks, anstatt Hund und Katze, Rehe als „Haustiere“ gehalten werden. Wir haben viele Häuser gesehen, bei denen ein Reh im Garten direkt vor der Eingangstüre des Hauses graste. Auch an unserem Übernachtungsplatz in Grand Forks waren Rehe unsere Nachbarn und überhaupt nicht scheu so wir das kennen. Eigentlich war es ein ruhiger Übernachtungsplatz, zumindest bis 1 Uhr nachts. Dann stellte sich ein LKW neben uns und lies die ganze Zeit den Motor laufen, der Fahrer ging schlafen. Ich hörte mir das eine Stunde lang an, um dann wütend mir einen anderen Stellplatz für die restliche Nacht zu suchen, allerdings bei der Wegfahrt musste ich dann, das konnte ich mir bei so einen A… nicht verkneifen, im wegfahren meine Fanfare betätigen und das nicht nur einmal sondern so lange bis der Fahrer aufwachte und das Licht in seinem Truck anmachte. (Ziel erreicht) OK, es war ein Kühltransporter da muss das Fahrzeug laufen damit die Ware gekühlt wird, aber ich war nun mal zuerst an diesem tollen Platz und Kanada ist so groß und hat soviele Übernachtungsmöglichkeiten.

Am nächsten Tag nahmen wir dann einfach eine Wiese mitten in einem kleinen Dorf direkt in einem Wohngebiet als Nachtlager. War die Wiese ein privater Platz? Vielleicht sogar der Garten des daneben stehenden Hauses? Keine Ahnung. Wem etwas nicht passt, der wird sich schon melden dachte ich mir. Ein Hausbesitzer kam dann auch sofort auf uns zu, interessierte sich aber dann nur für unser Fahrzeug. Das Bier zum Feierabend schmeckte jedenfalls auf dieser Wiese besser wie auf sonstigen Übernachtungsplätzen aus Schotter oder Teer und …. die Nacht war ruhig.

Das Thema „Bären“ hat uns auch in den letzten Tagen nicht losgelassen. Wanderwege waren mit „Bären- Hinweisschildern“ gekennzeichnet und als wir an einem Canyon-Parkplatz nächtigten……. ein Blick aus dem Fenster nach dem Duschen, auf der rechten Seite ein Braunbär und auf der linken Seite des Fahrzeugs dann ein Schwarzbär. Die Nacht war trotzdem ruhig. Die haben Angst vor Unimog`s, redete ich mir ein. 18 Bären haben wir mittlerweile gesehen und eigentlich auch gelernt, dass diese Tiere überhaupt nicht scheu sind und auch nicht abhauen sobald sie Menschen sehen, so wie es immer heißt. Die fressen ganz gemütlich neben der Straße ihre Pflanzen und lassen sich beobachten.

Der Dieselverbrauch unseres Unimog`s pendelt sich so langsam bei 24 Liter auf 100 Kilometer ein. Vieles erkenne ich bei den Kanadiern als „Durchdachter“ als bei uns, aber alles nun auch wieder nicht. Dazu gehört zum Beispiel das Tanken, dass hier eine Wissenschaft für sich ist. Tanken, Zahlen, weiterfahren ist hier nicht, zuerst muss der Tankvorgang studiert werden, denn jede Tankstelle ist anders. Nicht alle Tankstellen haben Diesel. (bei uns unvorstellbar) Wenn es Diesel gibt, kann man diesen mal an der normalen Zapfsäule tanken, mal hinterm Haus, mal an ca. 500 Meter entfernten Sonderzapfstellen. Zum Tanken muss man nach Entnahme des Zapfhahnes mal einen Knopf drücken, ein ander mal einen Hebel umlegen, oder ein ander mal per Lautsprecher dem Tankwart um Freigabe der Säule bitten. Mal werden Kreditkarten akzeptiert, ein ander mal nicht sondern nur Debitkarten (Girokarten). Mal muss man im Voraus bezahlen, ein ander mal nicht. Mal muss man die gewünschte Dieselmenge im vorraus bestimmen, ein ander mal kann man Volltanken. Einfach kein System, aber hier haben auch die Kanadier selbst Ihre Probleme.

Ich sag`s immer wieder... in Kanada ist alles größer. Hier: der größte Truck der Welt. Kann 350 Tonnen laden. Und die Reifen sind dicker wie mein Bauch wie man unschwer erkennen kann.

Ich sag`s immer wieder… in Kanada ist alles größer. Hier: der größte Truck der Welt. Kann 350 Tonnen laden. Und die Reifen sind dicker wie mein Bauch wie man unschwer erkennen kann.

manchmal habe ich auch Glück und muss dann doch nicht wandern.

manchmal habe ich auch Glück und muss dann doch nicht wandern.

zur Abwechslung wieder mal ein Schwarzbär... Nur einen Grizzly habe ich immer noch nicht gesehen

zur Abwechslung wieder mal ein Schwarzbär… Nur einen Grizzly habe ich immer noch nicht gesehen

der Süden von British Columbia

der Süden von British Columbia

Mittagessen am Fluss

Mittagessen am Fluss

Übernachtungsplatz auf der grünen (Privaten?) Wiese

Übernachtungsplatz auf der grünen (Privaten?) Wiese

Dieser Beitrag wurde unter Kanada veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.