Alaska(5) und Tschüss….. Alaska

nach dem Wächewaschen und Besuch des Sealife Museums in Seward haben wir noch eine Wanderung zum Exit Gletscher gemacht. Am nächsten Tag unternahmen wir, trotz saftiger Preise, eine 6-7 stündige Bootsfahrt. Einen kalbenden Gletscher zu beobachten und dabei noch mehrere Wale vom Boot aus zu sehen war schon ein Erlebnis das seinesgleichen sucht.

ca. 10 Wale haben wir an diesem Bootsausflug- Tag gesehen

ca. 10 Wale haben wir an diesem Bootsausflug- Tag gesehen

Eisberge treiben im Wasser

Eisberge treiben im Wasser

der kalbende Holgate Gletscher auf unserer Bootstour

der kalbende Holgate Gletscher auf unserer Bootstour

 

nicht nur Wale, auch Seelöwen sahen wir zu Genüge auf unserer Bootstour

nicht nur Wale, auch Seelöwen sahen wir zu Genüge auf unserer Bootstour

Weiter geht es nach Whittler, ebenfalls am Golf von Alaska liegend und nur durch einen Tunnel vom Land aus zu erreichen. Man fährt durch dieses Tunnel „wie auf Schienen“, denn im halbstündigen Abwechslungstakt benutzt diese einspurige „Straße“ immer der hereinfahrende und der herrausfahrende Kfz Verkehr sowie abwechselnd die Eisenbahn. Whittler hat uns, trotz schöner Lage am Wasser nicht gefallen, zudem gibt es dort glaube ich mehr Parkverbotsschilder als Einwohner, so mein Eindruck. Auch hier dreht sich alles ums Fischen. Mit der Autofähre sind wir dann von Whittler nach Valdez übergesetzt und haben uns somit nicht nur eine Menge Autokilometer gespart, sondern gleichzeitig einen Teil der bekannten „Inline Passage“ mitgenommen. Diese bei Kreuzfahrten beliebte Strecke ist vergleichbar mit unseren europäischen „Hurtig- Routen“.

Valdez ist dann aber wieder absolut sehenswert und liegt traumhaft schön in einer Bucht umgeben von schneebedeckten Bergen. Alles dreht sich auch hier um Hailbut und Lachs. 164 Pfund wog dieser Hailbut der auf dem Bild zu sehen ist. Hier haben wir dann auch einen  Schwarzbär beim „Lachsessen“ beobachten können. Die „Salmon`s“ (Lachse) sind in einer so großen Vielfalt hier im Wasser, dass eine Angel völlig unnötig ist. Augen zu und mit beiden Händen in den Fluss greifen, schon hält man 4 große Lachse in den Händen. Das weiss auch der Bär, denn der frißt nicht den ganzen Fisch, sondern nur das Filet davon. Oder noch besser nur die Fischeier, denn die mag er besonders.

164 Pfund wog dieser Hailbut

164 Pfund wog dieser Hailbut

Schwarzbär beim Lachs essen

Schwarzbär beim Lachs essen

Auf dem Weg zum Versorgungsort Tok wollten wir dann noch Kennicott besuchen, eine ehemalige Kupferstadt, in der früher über 200 Millionen Dollar an Kupfer aus der Erde geholt wurden. Aufgrund des immer schlechteren Wetters haben wir aber ca. 50 Kilometer vor dem Ziel auf der Schottterstraße kehrt gemacht. So langsam haben wir von „Schotter“ die Schnauze voll. Das schlechte Wetter hat sicherlich auch dazu beigetragen.

Der Unimog zieht immer schlechter, der Motor läuft unruhig. Irgend etwas ist nicht in Ordnung. Turbolader?, nein dann würde das Fahrzeug blau rauchen, dass kann nicht sein, auch der geringen Kilometer wegen. Dieselfilter? Die habe ich aber erst kurz vor der Abreise alle getauscht. Auch mein Freund Gerhard tippt, nach meinem Anruf, auf die Dieselfilter. Also wurden diese in Tok gewechselt. Voller Kunstoff Späne sind alle 3 Filter, komplett zu, da kann das Fahrzeug nicht mehr richtig ziehen. Da hat wohl der Fahrzeugbauer die Kunststoff- Tanks nicht richtig ausgespült, grollte ich vor mich hin. Das Problem wird also immer wieder eintreten. Tanks reinigen, oder alle 10 bis 20.000 Kilometer die Filter wechseln? Ich muss darüber noch ein wenig hirnen, um zu einem Entschluss zu kommen.

So sahen unsere Dieselfilter aus

So sahen unsere Dieselfilter aus

Der Beweis: Kunststoff Späne

Der Beweis: Kunststoff Späne

Von Tok geht`s bei Beaver Creek über die Grenze nach Kanada, wir kommen aber in Haines und Hyder nochmals zurück nach Alaska, nur eben etwas südlicher. In Haines nehmen wir wiederum die Fähre nach Skagway und wechseln somit erneut die Landesgrenze zwischen Alaska und Kanada. Dort treffen wir Alex aus Köln. Kaum zu glauben, dieser Typ ist mit der Vespa unterwegs und hat die selbe Strecke wie wir vor, von der Arktis an die Antarktis. Er war auch schon beim „Baden“ in der Deadhorse Brudhoe Bay. Wohlgemerkt mit einer Vespa ist dieser verrückte Typ unterwegs.

Alex aus Köln mit seiner Vespa auf dem Weg von der Arktis an die Antarktis

Alex aus Köln mit seiner Vespa auf dem Weg von der Arktis an die Antarktis

Natürlich muss man in Skagway den berühmten „Red Onion Saloon“ besuchen. Die Kneipeneinrichtung ist noch Original aus dem Jahre 1898 und dort geht „die Post ab“.

Alkoholiker unter sich

Alkoholiker unter sich

Und so wie früher tragen die 10 hübschen Mädels dort auch noch die ursprüngliche Kleidung. Nach oben gepuscht wird der Busen, dass diese Dinger schiergar raushupfen. Ich bin nicht wegen der Busen in den Saloon. Nein so etwas würde ich nie tun. Weil ich Durst hatte und wegen der alten Einrichtung bin ich hinein.

Der Red Onion Saloon in Skagway

Der Red Onion Saloon in Skagway

Nicht wegen der Damen sondern weil ich Durst hatte bin ich in den Saloon

Nicht wegen der Damen sondern weil ich Durst hatte bin ich in den Saloon

Die Hausfront des Visitor Center`s in Skagway ist ganz aus Treibholz gestaltet.

Die Hausfront des Visitor Center`s in Skagway ist ganz aus Treibholz gestaltet.

Auch die Hausfront des Visitor Center`s von Skagway ist sehenswert.

Von Skagway geht es über Whitehorse und Watson Lake in Kanada mehrere tausend Kilometer Richtung Süden nach Hyder, das wiederum in Alaska liegt. Auf der Strecke kommt uns ein Expeditions MAN mit Stuttgarter Kennzeichen entgegen. Beide Fahrzeuge nehmen nach Sichtung und Vorbeifahrt den Rückwärtsgang und so gibt es mit Vivian und Holger eine halbstündige „Straßenunterhaltung“ mit warnblinkenden Fahrzeugen direkt auf der Straße. Auch diese beiden werden wir sicherlich wieder sehen, wollen Sie doch auch nach Südamerika.

In Hyder haben wir dann die 16 Meilen Schotter aufwärts zum Salmon Gletscher genommen und dort den Bear- Men getroffen. Mit seinen Videos und Büchern über Bären ist er ziemlich bekannt, über 100 Schulen im Jahr besucht er und bringt den Kindern alles über die Bären bei.

der Weg zum Salmon Gletscher. Manchmal muss man halt auch Bagger und sonstiges Baugerät die Vorfahrt nehmen um ans Ziel zu gelangen.

der Weg zum Salmon Gletscher. Manchmal muss man halt auch Bagger und sonstiges Baugerät die Vorfahrt nehmen um ans Ziel zu gelangen.

und Sie ist, wie immer, gut drauf und singt so vor sich hin während ich mir hier einen abkurble

und Sie ist, wie immer, gut drauf und singt so vor sich hin während ich mir hier einen abkurble

Auf dem Weg nach Prince Rubert machen wir noch einen Abstecher nach Kilimat, wo wir heute nächtigen. Diesmal auf einem Supermarkt- Parkplatz. Die letzte Nacht haben wir in einer Waldlichtung verbracht.  2 Kilometer zuvor und vor unserem Übernachtungsort haben wir noch einem Bär beim Fressen und Sch.. direkt neben der Straße gefilmt und fotografiert. Mittlerweile ist ein Bär am Wegesrand auch kein besonderes Erlebniss mehr. Wir haben schon so viele gesehen, zählen Sie nicht mehr und haben eigentlich auch keine Angst mehr vor diesen Tieren, Respekt aber nach wie vor.

Der Salmon Gletscher bei Hyder

Der Salmon Gletscher bei Hyder

Alaska ist was fürs Auge, ohne Zweifel

Alaska ist was fürs Auge, ohne Zweifel

Dieser Adler begleitete uns eine Weile auf unserem Weg

Dieser Adler begleitete uns eine Weile auf unserem Weg

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