USA(2) Willkommen im Hotel California

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Wir sind in Californien. Ja, wir haben eine weitere 90 Tages- Aufenthaltsgenehmigung für die USA erhalten und können uns somit erneut bis 7. Januar 2014 in diesem Land aufhalten. Unser Einfallsreichtum und der Hinweis anderer Reisender hat als Trick funktioniert und wir haben Nordamerika nicht nach den ersten 90 Tagen USA-Aufenthalt wieder per Flugzeug verlassen müssen, obwohl dies das Gesetz eigentlich vorschreibt.

Die Einreise von Kanada über den Grenzübertritt Lynden war dann auch recht easy. Lediglich 3 Tomaten haben die Zöllner uns abgeknöpft weil diese keinen Aufkleber hatten und somit das Herstellungsland nicht erkennbar war.  Das wir diese Tomaten 6 Tage vorher sogar in den USA selbst gekauft hatten spielte dabei keine Rolle.

Unser Weg führt uns zuerst an die Westküste in den Staat Washington. Wir befahren dabei kleinste Küstenstraßen und lassen uns Zeit. Die „Regenküste“ wird dieser Abschnitt genannt. Von wegen, wir haben blauen Himmel, keine Wolken und den wohl wärmsten Herbst seit langer Zeit. Dass der Herbst auch hier angekommen ist, lässt sich an den Wäldern wohl unschwer erkennen.

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Und auch der Bundesstaat Oregon empfängt uns mit tollem Wetter. Kein Regen und keine Nebelschwaden wie dies hier anscheinend um diese Jahreszeit üblich ist. Nein Sonnenschein pur laden zu langen, ellenlangen Strandspaziergängen ein, mit T-Shirt und natürlich barfuss.

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Im Cape Meares State Park haben wir die Gelegenheit wahrgenommen einen Leuchtturm von innen anzusehen und uns die Funktion des Leuchtfeuers erklären lassen.

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Und auch in diesem Oregon, das wir ein wenig ins Herz geschlossen haben, konnten wir die wohl schönsten Sonnenuntergänge beobachten.

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Von Oregon sind wir, ebenfalls an der Westküste, über die 101 und dann die 1 entlang, nach Kalifornien gefahren. Diese gesamte Westküste ist auch die Heimat von Seelöwen in reichlicher Anzahl. Überall können wir diese Tiere in einer riesigen Vielzahl beim Sonnen beobachten.

Ob an den Felsküsten oder am Pier 39 im Hafen von San Francisco, Seelöwen sieht man an der Westküste der USA fast immer.

Ob an den Felsküsten oder am Pier 39 im Hafen von San Francisco, Seelöwen sieht man an der Westküste der USA fast immer.

Californien ist kein Land für Camper, die frei stehen wollen (wild campen). Das ist unschwer an den vielen Verbotsschildern zu erkennen. Schilder wie „No Overnight Parking“ , „Parking only 2 Hours“ und „No parking between 6PM and 6 AM“ sind überall sichtbar und für uns auf dieser mittlerweile 170 Tagen andauernden Reise völlig neu und ungewöhnlich. Auch auf den Supermarktparkplätzen sind diese blöden Hinweise zu finden. Hier wird man richtig Geld los, kostet doch in „CA“ eine Recreation Area mit Selbst- Registrierung doch gleich mal 25 $ (ohne Frischwasser und ohne Entsorgungsmöglichkeit), ein Campground kann dann auch mal 50 $ oder mehr die Nacht kosten.

Die Besichtigung der „Redwoods“, das sind fast 100 Meter hohe Bäume mit Durchmessern bis zu 10 Meter ist schon gigantisch und sie sind sowohl in Oregon als auch in Kalifornien zu besichtigen. Der seltsame „Octopus“ Baum steht in Oregon im Cape Meares State Park. Hier treffen wir erstmalig auf Brigitte und Peter mit Ihrem Puch (G- Modell).

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Mit San Francisco wagten wir uns dann mal wieder in eine Großstadt. Und auch hier hatten wir bei der Fahrt über die Golden Gate Bridge bis zum Hafengelände und ins Zentrum keinen Stau, es war Wochenende und das bedeutet: Parkplätze gibt es, wenn auch nur wenige. Die Brücke war nicht, wie üblich, in Nebel eingehüllt, auch das stimmte uns freudig weil wir tolle Bilder machen konnten. Natürlich auch hier lange Spaziergänge bei traumhaften Wetter, Besichtigung von Pier 39 mit seinen Seelöwen und der Fisherman`s Wharf. Die bekannte Gefängniss- Insel Alcatraz steht ja bekanntlich leer. Ich wüßte schon was man mit diesem Komplex anstellen kann. San Francisco ist eine Schwulenstadt, bekanntlich Männerüberschuss. Ich würde aus Alcatraz einen Frauenknast machen, als Ausgleich zum Männerüberschuss. Lauter junge, hübsche und wilde Verbrecherinnen würde ich da reinstecken. Da muss ich noch mit dem Bürgermeister reden. Die Amis haben doch ständig eine Finanzkrise. Ich würde schon ein paar Euro für diesen Gefängnistrakt locker machen. Die erste Gefangene habe ich gleich mal hinter Gittern vor Ihrem zukünftigen Zuhause fotografiert.

die erste Gefangene im vielleicht zukünftigen Frauenknast Alcatraz

die erste Gefangene im vielleicht zukünftigen Frauenknast Alcatraz

SF hat uns so gut gefallen, dass wir  am übenächsten Tag diese Stadt nochmals aufsuchten. Dieses mal nicht mit dem Truck nach Downtown sondern mit dem Schnellboot von außerhalb in die Stadt. Auch konnte ich dabei gleich die bekannte Gefängnissinsel Alcatraz vom Wasser aus nochmals beobachten und die Größen- Abmessungen analysieren. Und mit einer recht teuren Sightseeingtour, 36 $ pro Nase, haben wir uns die ganzen Sehenswürdigkeiten von San Francisco nochmals 2,5 Stunden vom offenen Doppeldeckerbus angeschaut.

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SF

Und, auch das gehört ja mittlerweile leider zum Standard, ein weiterer Werkstattbesuch stand an. Die linke Tankhalterung, oder zumindest das Spannband hat sich verabschiedet. (Das war 6 Stunden Scheißarbeit) Ein Tribut von ca. 3.000 „Schotter“- Kilometern. Auch war ein neues Auspuff- Flexrohr nötig, dass innerhalb 2 Tagen von Deutschland eingeflogen wurde. Montiert wurde das ganze in Vallejo (30 km östlich von San Francisco) bei Scott Ingham. Auch dieser Name wird im Netz als Unimog- Spezialist für USA gehandelt. Wir besuchten ihn, wurden bestens bedient, konnten in seinem Werkstatt- Areal nicht nur im Fahrzeug nächtigen (und das war gut so, denn Vallejo ist eine Ghettostadt), sondern auch Frischwasser tanken und das Auto dank Super Dampfstrahler mal mit Heisswasser und „richtigem“ Druck waschen.

Nachdem mittlerweile auch wieder alle Nationalparks geöffnet sind wurde der Yosemite Nationalpark angefahren, wo wir heute stehen und ein Treffen mit Holger und Vivian sowie Rolf und Ingelore in der Gegend von Las Vegas organisieren. Mal sehen ob es klappt.

Auf den unteren Bildern halte ich gerade Ausschau nach neuen Immobilien, sollte das mit Alcatraz nicht klappen und weil ich es auch im Ausland einfach nicht lassen kann. Mit dieser kleinen Insel samt Leuchtturm bin ich gleich fündig geworden.(Schließlich habe ich mir ja ein paar Tage vorher genau erklären lassen welche Arbeit auf einen Leuchtturmwärter zukommt.) Die Verhandlungen dauern an….

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Eine Antwort auf USA(2) Willkommen im Hotel California

  1. Falk Siebert sagt:

    Viele Grüße vom Itzelberger See,
    es wurden schon Lachse gesehen , u. Bären .
    Erdbeeren.
    Viele Grüße aus der Heimat.

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