Mexiko(2) Der südliche Teil von Mexiko`s Baja California

Nach unserer Silvesterfeier in großer Runde trennten sich die Wege aller. Willi mit seiner Amon, von der Elefenbeinküste stammend, und wir, bleiben noch einen Tag an diesem schönen, stadtnahen Campground in La Paz und sind die einzigen Gäste. Halt, nicht ganz, zwitschernde Vögel auf Kakteen sitzend, unterhalten uns noch an diesem Tag.

DSC07870 DSC07887

Wir haben den 6. Januar morgens um halb zehn. Die Außentemperatur ist mit 30 Grad und die Innen- Temperatur mit fast 25 Grad schon morgens ziemlich drückend. Wir planen deswegen: Flucht in das kalte Deutschland.  Häää. Ja, wir machen „Heimaturlaub“ und jetzt erkennt der Eine oder Andere auch, warum wir unseren Blog schon seit soooo langer Zeit nicht mehr aktualisiert haben. Ja, wir wollten dies im Vorfeld nicht öffentlich machen, nicht dass nach unserer Rückkehr am 3.3. auf einmal zwei Unimogs im abgestellten Lagerhaus stehen. Wir reservierten also einen Stellplatz für unseren Unimog im Storage von La Paz. Der Storage hat, und das war auch meine Bedingung, ein festes, 4 Meter hohes Dach und ist an 3 Seiten mit einer Mauer umgeben. Mit 55 US$ pro Monat auch noch sehr günstig. Und dadurch, dass der (deutsche) Besitzer und seine „rechte Hand“ auf diesem Areal auch wohnen, zudem noch ziemlich sicher.

DSC07902 DSC07917

Nach dieser Stellplatzreservierung für unser Fahrzeug fuhren wir auf einen anderen, günstigeren Campingplatz in Baja`s Hauptstadt La Paz und reservierten online unsere Flüge in die Heimat für den 14. Januar. Dort trafen wir auch die uns bekannten Schweizerinnen Ines und Regular wieder und am Abend trafen auch Hans und Bente ein. Der Abend wurde mal wieder ziemlich lang. Und wir lernten hier auch Rudi und Barbara kennen, die 6 Jahre in Südamerika verbrachten und uns wertvolle Tipps geben konnten.

Wir haben, nach der Reservierung für Fahrzeug und der Flüge noch 14 Tage Zeit für die Umrundung der südlichen Baja. Am nächsten Tag fuhren wir nach La Ventana und übernachteten dort am Strand von El Sargento, ein Eldorado für Kitesurfer. Durch den an diesem Tag pfiffigen Wind konnten wir auch die Kitesurfer mit ihren teilweise mehreren, meterhohen Sprüngen aus dem Wasser sehr gut beobachten. Dort treffen wir auf die Österreicher Fritz und Monika. Sie überwintern an diesem Strand. Wir bekamen von Ihnen „deutsche, schon mehrfach gelesene Bücher“, wir bedankten uns mit einer 1 TB  Festplatte voller aktueller Filme, die Fritz, freudig auf Neues in deutscher Sprache, die ganze Nacht auf seinen PC geladen hat. Na ja, für Langzeit- Überwinterer ist das Filme ansehen sicherlich eine willkommene Abwechslung.

Auf der Mex 1 geht unsere Fahrt weiter über San Antonio ins Landesinnere, danach nach Los Barrilles und auf sandiger und mieser, geschotterter Piste weiter nach Capo Pulmo und dann nach Los Frailles und seinem Schnorchelparadies. Schnorchelparadies, weil dort das einzige Korallenriff auf der Baja ist.

Es ist schon erstaunlich, immer wieder treffen wir Deutsche und Schweizer auf unserer Reise. Auch hier in Capo Pulmo stehen wieder unsere mittlerweile als Freunde bezeichneten Holger, Vivian und Michel. Wir wollen die Baja vollends umrunden, haben Termin für unseren Rückflug nach Deutschland und fahren deswegen am nächsten Morgen weiter auf sehr holpriger Schotter und Sandstraße nach San Jose de Cabo. Während der Fahrt kann man immer wieder Wale im Meer beobachten die Ihre Luft-Fontänen aus dem Wasser blasen und dadurch ihre Anwesenheit sehr gut vom Land aus zu erkennen ist. Am südlichen Zipfel der Baja Penisula ist an den riesigen pompösen Villen zu erkennen, daß der Tourismus hier zu Hause ist. Mann könnte meinen man ist „auf Malle“.

Zwischen San Jose de Cabo und dem Ferienort Capo San Lucas (das ist dann der Ballermann der Insel) mischen wir uns am langen Strand zwischen die Einheimischen, die dort Party machen. Ich beobachte vom Strand aus einen Wal, der gerade aus dem Wasser springt. Nachts stehen wir dort am riesigen Strand auf einmal ganz alleine, mit Eintritt der Dunkelheit sind alle weg und es ist auf einmal mucksmäuschenstill. Es ist die erste Nacht in Mexiko, an der wir uns nicht ganz so sicher fühlten. Von der Hauptstraße kann man, mitten am 3 Kilometer langen Strand, als einziges Fahrzeug einen deutschen Unimog beobachten. Aber alles geht gut, Frühstück mit Rührei und Speck am nächsten Morgen, Sandstrand und 30 Grad, was will man mehr. Der nächste Tag bringt uns nach  Todos Santos an der Pazifikseite der Halbinsel. Dieses nette Städtchen macht vor allem für eins auf sich aufmerksam. Das Hotel California.

DSC07911 DSC07913

O.k., es gibt insgesamt vier Hotels auf der Welt, die von sich behaupten „Namensgeber“ des bekannten Songs von den Eagels zu sein. Aber es spricht einiges dafür, dass dieses Hotel es wohl wirklich ist, dass in dem Song „Hotel California“ gemeint ist und besungen wird. Das angegliederte Souveniergeschäft mit T-Shirts, Tassen und sonstigem Krimskrams mit der Aufschrift „Hotel California“ spricht eine eindeutige Vermarktungssprache.

DSC07914 DSC07924

Das Hotel selbst, mit Restaurantbetrieb offen für jedermann, ist jedenfalls, dem Namen entsprechend und im Stile der 60-er Jahre erhalten geblieben. Sieht wirklich toll aus.

DSC07921 DSC07922

Auf dem Camping El Litro in Todos Santos übernachten wir. Durch die Unterhaltung mit James aus Südafrika, der ebenfalls das Ziel Ushuaia hat, werden wir stutzig und es veranlasst uns ein Mail an Tea Kalmbach zu schreiben. Von James erfahren wir, dass Tea, eine Agentin aus Panama, die wir für die Verschiffung von Mittel- nach Südamerika einzusetzen gedenken, mittlerweile bei der SC Line arbeitet und als Agentin für Reisende nicht mehr zur Verfügung steht. Es erweist sich aber als Falschmeldung. Innerhalb 2 Tagen haben wir von Tea eine Offerte für die Verschiffung von Mittel- nach Südamerika, die wir im Mai planen, vorliegen.

Wir fahren wieder durch das Gebirge an die andere Seite der Halbinsel nach Los Barilles. Etwas außerhalb von Los Barilles bleiben wir dort 2 Tage am Strand stehen. Wir beobachten springende Rochen im Meer und unterhalten uns mit einem Stuttgarter, der vor 40 Jahren erstmals auf der Baja war und sich nächstes Jahr ein Haus in der Nähe dieses Strandes bauen wird. Dort treffen wir auf das junge Franzosenpaar, denen wir schon mal in San Ingnacio in der Palmenoase begegnet sind. Die Einheimischen haben die Touristen und Überwinterer hier an diesem Strand als Einnahmequelle entdeckt. Mehrmals kommen sie und bieten Essen, Kuchen, Wasser und auch Gas an.

Von dort fahren wir an den, aufgrund der Nähe zur Hauptstadt, wohl bekanntesten Strand der Halbinsel, nach Playa de Tecolote. Die Straße dort hin lässt erahnen, was uns auf der weiteren Reise gen Süden erwartet. Ab und zu ist „einfach die Straße weg“. Der Tecolote- Strand selbst liegt, ideal von La Paz zu erreichen, toll gelegen zwischen Dünen und ist auch für uns eines der schönsten Strände auf der Baja Calafornia . Ich nehme dort ein letztes Mal vor der Heimreise ein Bad im angenehm warmen Meereswasser und zieh mir von den neben uns campierten jungen Mädels aus Seattle nochmals die Melonen rein.

Unser Schraubstock auf der vorderen Stoßstange wird von Canadiern entdeckt und sofort, mit 2 Flaschen Bier als Gegenleistung, als Gasadapter- Wechselmedium missbraucht,  bevor wir uns zurück nach La Paz und auf die Heimreise und die „Einmottung“ des Unimogs vorbereiten.

DSC07896 DSC07961

DSC07942 DSC07967

Zuhause haben wir, neben dem Besuch von allen Bekannten und Freunden, ein „straffes“ Programm. Zwei Einkommenssteuererklärungen und eine Bilanz sind zu erstellen, eine Steuerprüfung wartete schon seit Monaten auf unser Erscheinen und die Nebenkostenabrechnungen von einigen Mietwohnungen sind zu machen. Dazwischen wurde noch eine 100 qm Wohnung total entkernt und komplett saniert, und, wenn schon denn schon, das gesamte Haus auf eine neue Gasheizung umgestellt. Zudem wurden viele Ersatzteile für uns und andere Reisenden besorgt und mit 43 kg in die 2 Reisetaschen verpackt. Schnee hat es in Deutschland auch keinen, also… Mexiko wir kommen wieder.

Zurück in La Paz wurde der Unimog aus dem Storage geholt und zwei Tage später setzten wir bereits aufs Festland über.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Mexiko veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten auf Mexiko(2) Der südliche Teil von Mexiko`s Baja California

  1. Pascal sagt:

    Lieber Franz und liebe Ingrid,
    Wir stehen hinsichtlich des Storage vor der gleichen Aufgabe. Könntet ihr uns bitte die Kontaktdaten von La Paz schicken.?
    Lg Anja und Pascal

    Oder: vielen Dank für die schönen Geschichten

  2. Your style is unique in comparison to other folks I have read stuff from.

    Many thanks for posting when you’ve got the opportunity, Guess I
    will just book mark this web site.

    my web page :: dentist in Bronx

  3. Hi my family member! I wish to say that this article is awesome, nice
    written and come with approximately all significant infos.
    I’d like to see more posts like this .

    my blog :: Sunny Isles realtor

  4. Hi would you mind letting me know which hosting company you’re
    using? I’ve loaded your blog in 3 completely different browsers and I must say this blog loads a lot faster then most.
    Can you suggest a good web hosting provider at a fair price?
    Thanks, I appreciate it!

    My web-site: morty’s pub waterloo review

  5. Rubin sagt:

    Hey excellent website! Does running a blog similar to this require a great deal of work?
    I’ve virtually no knowledge of computer programming however I had been hoping to
    start my own blog in the near future. Anyhow, should you have any
    ideas or tips for new blog owners please share. I understand this is off subject
    but I simply had to ask. Thanks a lot!

    My homepage :: cummingsuhhw.centerblog.net, Rubin,

  6. Wonderful items from you, man. I’ve have in mind your
    stuff previous to and you’re just extremely wonderful.

    I really like what you’ve obtained here, really like what you are saying
    and the way in which in which you assert it. You make it entertaining and you
    still care for to keep it sensible. I can’t wait to learn far more from you.
    This is really a wonderful site.

    my web blog – click here to find out more (willyqfva.centerblog.net)

  7. My family every time say that I am wasting my time here at web, except I know I am getting
    experience everyday by reading such nice articles or
    reviews.

    Check out my site … construction bid bond company

  8. My brother recommended I might like this website.
    He was entirely right. This submit actually made my day.
    You can not believe simply how so much time I had spent for
    this information! Thank you!

    my page :: midwifery Spartanburg

  9. Every weekend i used to pay a quick visit this web site, because i want enjoyment, as this this
    web site conations actually nice funny stuff too.

  10. Thankfulness to my father who shared with
    me about this website, this website is genuinely awesome.

    Feel free to visit my web blog … Invisalign Mesa

  11. Thank you for another informative website. The place else could I
    get that type of info written in such a perfect method?

    I’ve a undertaking that I’m simply now running on, and I have been on the glance out for such info.

    My web blog … Las Vegas Dryer Repair

Schreibe einen Kommentar zu willyqfva.centerblog.net Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.